zu klein.

„die stadt wäre zu klein für uns gewesen.“
ich liebe dich für diesen satz. für diesen moment. für deine ehrlichkeit.

loose game.

wenn dein schritt sich verlangsamt. in der begegnung hält. um dann schnellen schrittes zu fliehen. ohne zurückzuschauen. das tut irgendwie weh.
wenn dein blick sucht. und nicht finden kann. dein gegenüber dir keine sekunde gönnt. kein wort. keinen blick. kein lächeln. dann tut das weh.
wenn du nicht schläfst. weil du nicht stillstehen kannst. und dein blick weiter sucht. du nicht verstehst. das ist dann der schmerz. der weh tut.
aber wir wollten das so. haben es nicht gesagt. aber gefühlt. wir haben kurz darüber nachgedacht. und das ergebnis aktzeptiert.
es ist unser letztes spiel. und wir verlieren haus hoch. doch es ist egal. wir haben gespielt. und das gar nicht so schlecht. es ist gut. denn es tut nicht weh.
danke deseinermaat.

ein klein wenig. du.

„es ist mir verdammt nochmal egal wer du bist.“ erreicht es schreiend mein ohr. „drink einfach.“
das ist so ehrlich. und einfach zugleich. es ist der befehl eines fremden. den es auszuführen gilt. nicht wegen des demuts. sondern wegen des interesses. an der nächsten minute. am folgeereignis.
leicht benommen suche ich halt. das brennen der kehle zieht in nase. macht sich in der wirbelsäule breit. und lässt den boden weicher werden als mousse au chocolate.
„es ist mir nicht egal wer du bist. es bist du. ein klein wenig. du.“
gefühlt die letzten worte bevor mein kopf den sand berührt. und ich in deinen armen einschlafe.

abrechnung.

„krame nicht immer in alten geschichten.“ befielst du.
mir stockt der atem. und am liebsten würde ich dir sofort eine runterhauen.
„deine definition von freundschaft basiert auf einer lüge. du hast mich belogen. du belügst alle.“
selbst deine naivität wird dich nicht retten. irgendwann werden es alle verstehen. sich von dir abwenden. vielleicht hallo sagen. wie ich. aber tief drinnen werden sie dich verachten. wie ich.
„du wirst nie wirkliche freunde haben.“ füge ich kühl hinzu. so kühl wie die luft der klimaanlage. mit dem wissen von jahren. dem wissen der vergangenheit.
du hast keine ahnung was es bedeutet. du denkst das. denkst, du kannst das system besiegen. deine eigenen regeln machen. unmöglich. du bist auf der verliererstrasse und fühlst dich als sieger.
wir lachen.
und eine träne läuft über deine wange. das ist das einzig wahre. das einzig nicht gelogene. die realität.
du verstehst das nicht. und wirst das nie tun. dafür wirst du schon sorgen. und die menschen, die dir das gefühl geben jemand zu sein. für kurze zeit. bis sie begreifen.
ich werde aufhören dir hallo zu sagen. weil es weh tut. an die lügen erinnert zu werden. und das positive darin in frage zu stellen.
es ist mir egal was du über mich denkst. du bist für mich niemand. und warst so viel. ich bedanke mich brav für meine entwicklung. ohne dich würde ich hier nicht sein.
„wer bist du?“ frage ich mich ein letztes mal. unbeantwortet verschwindet die frage in der nacht. bei den menschen, die du im moment deine freunde nennst. bis sie wissen.
entschuldigung.

weglaufen.

„du läufst weg. du läufst immer weg, wenn es mal ernst wird.“
sein gesicht könnte kaum ernster ausgesehen haben. man sieht die ehrlichkeit in seinen augen. in seinen worten.
„bleib stehen! kämpfe wenn du der meinung bist das es sich lohnt!“ befiehlt er im schraffen ton.
dein schritt verlangsamt sich. kommt zum stillstand. dein kopf dreht sich zu ihm. jetzt kann man deine tränen sehen.
aber du stehst. und ziehst dein schwert.

nur so.

im bett liegen. nicht schlafen können. weinen. aufstehen. sich wieder hin legen. versuchen zu schlafen. scheitern. warum. unmöglich antworten zu finden. schotterflechte von den fragen bekommen. aufstehen. trinken. hinlegen. unmöglichkeit schlaf. vögel hören. licht sehen. morgen riechen. einsamkeit fühlen.
„übernächtigt stehe ich auf. dusche. ziehe mich an. und beginne meinen tag. habe die nacht hinter mir gelassen. und bin jetzt über den dächern der stadt.“
der tag bedeutet gedankenlos zu sein. und dafür danke ich ihm.

geschmack.

es brennt. etwas. nichts was nicht vorbeigehen wird. das ist was ich weiß.
„es schmeckt so bitter. wie die realität.“
ist es der wodka. der in der kehle seinen geschmack äußert. sind es worte. taten. die bitterkeit darin. oder sind es weisse nähte an schwarzen leggins. das lächeln der unbeschwertheit. ignoranz. oder das schön reden. ist es selbstsicherheit.
er ist da. in kehle. auf zunge. manchmal in der nase. im auge.
„it was your hand, that formed my purpose.“

verlassen.

jetzt verstehe ich endlich. habe unendlich lang gebraucht um den mut zu haben. loszulassen.
das der schmerz sich langsam von unten nach oben frisst. luft nimmt. und den kopf zur autobahn macht. das ist nicht neu. das das loslassen richtig ist, steht im raum. wird noch nicht wirklich geglaubt. ist aber beschlossene sache.
das gefühl zu verlassen. nicht verlassen zu werden. das ist neu. aber es auszusprechen kommt mir in diesem moment so unheimlich gelogen vor.

sonntag morgen.

aus hoffnung wird warten. aus wissen wird unwissenheit.
es sind diese unverschämt schönen sonntag morgen. die mit ihren blauen himmeln die vergangenheit abspielen.
es sind diese sonntag morgen. die fragen stellen. die später, in der mittagssonne, unbeantwortet verglühen.
es sind diese sonntag morgen. die einsam sind. obwohl sie für die zweisamkeit gemacht.
es sind die sonntag morgen. in denen aus liebe akzeptieren wird.

handflächengesichtsklatschen.

der erste gedanke sollte auf seinen kollegen warten. oder seinen kontrahenten. damit sie sich mal schön bam.
handflächengesichtsklatschen.
gedanke eins braucht das glaub ich. so richtig bam.
warum es schlecht ist daran festzuhalten oder glauben zu wissen, das gedanke eins richtig ist. und sich die entscheidung daraus manifestiert. sich im haus von gedanke eins einschließt. um später hinter geschlossenen fenster gedanke zwei auszulachen und zu demütigen.
dieser sich wiederum in voller siegesgewissheit im garten niederlässt. und wartet. dann wenn gedanke eins mit bauchschmerzen nach hause kommt. und vor verschlossener tür steht. wimmernd. nach freunden. hilfe sucht. dann wird gedanke zwei sich vor lachen im gras krümmen. mit dem finger auf ihn zeigen. und den geschmack des sieges auskosten. bam.