meergeschwängerte luft. sanfte brise auf nackter haut. der blick in der unendlichkeit. sand. salz. wasser. sprachlose lippen.
es ist dunkler als sonst. doch das rauschen des meeres zeugt von leben. beseelt dich. deine fusssohlen streicheln die wasseroberfläche. es ist dein eigener frieden. der deiner gedanken.
weiss ist das meer.
danke phil. und b.
weiss. was meer ist.
22. Juli 2010whats the point.
4. Juli 2010es ist heute morgen. morgen ist übermorgen. übermorgen die unendlichkeit. es ist die neue jugend. das neue gefühl. freiheit. sie ist überall. wir versuchen zu folgen. sie zu fassen. sie unsere werden zu lassen.
sie lässt uns nicht.
ist es ein schlechter film? ist es die wirklichkeit? ist es einbildung?
ich folge meinem traum. ich denke es. aber in wirklichkeit folge ich dem leben. kann mich dem alltag weder entziehen. noch ihn ändern.
muss ich das?
ich denke an veränderung. die tür steht offen. ich bleibe stehen. sehe zurück. ich sollte das nicht tun.
warten auf den nächsten morgen. that’s the point. that’s the point. mann.
grau ist das neue sexy
29. Juni 2010graue. weiße. haare. sind sie das zeichen. sie sind es. sie sind mehr geworden. genau wie meine gedanken. genau wie mein leben. ich wachse zusehens. wäre nett nochmal sechsundzwanzig zu sein. dann zu wachsen. um im jetzt die größe zu haben. doch jeder fortschritt zählt. die welt hat die siebenmeilenstiefel rausgeholt. und ich werde ihr folgen. nach ihren regeln. oder auch nicht. ich werde fallen. ich werde kämpfen müssen. aber. ich werde diese tage zu meinen machen. ich werde dabei reifen. und. eins noch.
grau ist das neue sexy.
sommernacht.
10. Juni 2010der weiße stoff liegt geschmeidig auf ihrem körper. die haut der schultern zeigt die jahreszeit. ihre nackten braungebrannten arme sind die kinder der sonne. lockiges haar fällt in ihren nacken.
es ist die zeit von strand und meer. laue nächte und heisse tage. public viewing und strandkorbdrinks.
die welt verändert sich. die menschen verändern sich. alles strahlt.
wir sind angekommen auf der sonnenseite des lebens. tragen shirts und shorts. sind wieder gern draussen. spielen. lesen. essen. drinken.
es ist sommer. und das ist gut so.
taglicht. tanznacht.
10. Juni 2010es ist einer dieser tage. du weist es schon bevor du aufwachst. wochen hast du dich nach ihnen gesehnt. geträumt. ausgemalt. und dann. alles anders.
ich sitze am rand einer sandgrube. halte die kamera auf die wesen die hier reinspringen. immer und immer wieder drücke ich ab. klack. klack. klack. die sonne verbrennt meinen nacken. meine stirn zeigt den romantischsten sonnenuntergang seit jahrzehnten. mein hirn kocht.
schnitt.
stunden später versuche ich dem weichgekochtem matsch meines frontallappens ein gespräch zu entlocken. zusammenhängende sätze zu bilden. es gelingt. phrasenweise. die gedanken verschwimmen. ich bin nur physisch anwesend. ein getränkehalter. bis ich gehe.
was hatte ich erwartet. was habe ich getan. dieser soll-ist vergleich scheiterte. wie so oft.
fazit. erleben heist nicht planen. erleben ist spontanität.
facing.
7. Juni 2010diese minute. diese zwei sätze. diesen augenblick.
du hast sie grad schon tausendmal gehört. in deinem kopf.
du kennst jede möglichkeit der satzbildung. ein spiel deiner gedanken.
du hast die passende antwort parat. nichts dem zufall überlassen.
es färbt deine haare grau. zieht falten in dein gesicht. dreht dir den magen um.
aber für was. um es leichter zu machen. der spontanität in den arsch zu treten. weil du kontrolle liebst.
es ist so. du bist so. face to face. an eye for an eye.
ich bleibe dabei. tu es. aber mögen muss ich es nicht.
schwimmen im strom
1. Juni 2010die große stadt. die mission. die arbeit. früher wäre ich nervös gewesen. heute bin ich ein alter fisch. schade. aber es ist anders. etwas neues. es ist spannend. aber auch ermüdend.
ich sitze im hotel. nicht dort wo ich sein sollte. morgen früh werd ich einer unter vielen sein. auf dem weg. tausend gesichter. großstadtgesichter. das gefühl ist normalität. es macht den tag einfacher.
keine zeit für die stadt. keine zeit für freunde.
und trotzdem schwimme ich mitten drin. mitten im strom.
weit oben. nachts.
27. Mai 2010wir sitzen im turm. schauen auf die dunkle stadt. lichterstrassen überall. vereinzelte stimmen dringen durch die dunkelheit. es ist still. nur das leise surren der notebooks. die tastenanschläge. sie sind unsere musik. ob heute. oder morgen. es ist so. ich mag diese art der stille. sie beruhigt. sie befreit den müden kopf. aber sie macht auch müde.
zeitlosigkeit. gemischt mit verantwortung. gespickt mit unvernunft.
wir sind arbeiten. wir sind nachtmenschen. wir sind weit oben.
es wird zeit zu gehen. der tag ist vorüber. die nacht ist im vollen gange. will dem morgen nicht auf dem nachhauseweg begegnen.
glückliche angst
25. Mai 2010gänsehaut und breites grinsen. nichts als laute musik in den ohren. du hast angst. aber sie beunruhigt dich nicht. du fühlst dich sicher. stark. keine spur von nervosität. es ist diese energie die deinen körper durchströmt. die das adrenalin in jede pore drückt. du musst lachen. du siehst klar. klarer als jemals zuvor. bist hellwach. zu allem bereit. in diesem moment bist du glücklich. irgendwie. lerne diesen augenblick zu konservieren. denn er ist selten.
zurück in die zukunft
25. Mai 2010ich sitze im hier und jetzt. mein körper in der zukunft. meine gedanken bei früher. die seele in der unendlichkeit.
ich muss schmunzeln beim gedanken an meine kindheit. das ich hier bin. ahnte ich nicht. das ich das tue. ahnte ich nicht.
lachen und weinen beim streifzug durch meine pubertät. zielosigkeit gemischt mit jugendlichem leichtsinn. ich wollte einfach älter sein. das es so ist. ahnte ich nicht. das ich einmal zurück will. ahnte ich nicht.
das erste mal richtig lernen. das sind die kommenden jahre. ausgekostet bis zur erschöpfung. den sprung gemacht. den grat beschritten. gefallen. wieder aufgestanden. gefallen. und doch wieder oben.
meine gedanken erreichen meinen körper. ich sitze in unserem delorean. mit dir. du löst die bremse. zusammen rasen wir zurück in die zukunft.