tischtennisduellverabredungen.

du schreibst ja. meinst es. und lachst.
der tag ist wintersommerlich. der himmel blau. die luft warm. und die nacht naht stunde um stunde. hände werden feucht als die tür ins schloss fällt. das herz pocht den beat.
eis bricht. lektionen in ironie werden verteilt. wein berührt lippen.
du lachst.

chemie.

aus atomen werden moleküle.
aus molekülen werden synapsen.
aus synapsen werden gedanken.
aus gedanken werden bilder.
aus bildern werden emotionen.

und aus emotionen wird die unendlichkeit.

vierzig grad.

lässt luft über asphalt flimmern.
lässt tshirts an haut kleben.
lässt schweißperlen durch bärte rollen.

die sonne verschwand schon vor einiger zeit hinter dem horizont. einzeln steigen noch flugzeuge auf und ihre lichter verschwinden in der unendlichkeit des nachthimmels. leise rauschen autos die strassen hinab.  klappert die tram auf ihrem weg. klackklack. klacklack.

eine kühle brise wischt über den balkon. streift fenster. und verfängt sich im raum.

es ist sommer.

ich will.

ich sage es. ein. zwei mal. stille.

leise rauscht der verkehr durch die nacht. folgt die tram ihrem eigenem weg.
lichter verschwimmen. verschwinden in der entfernung.

ich frage es. ein. zwei mal. stille.

schnee verfängt sich an diesem wintermorgen in den rädern meines trolleys.
gefolgt vom einem knarzen unter meinen schuhen.

ich versuche zu verstehen. stille.

liebe machen.

löcher in bäuche fragen. finger in wunden legen. geheimnisse auf den tisch knallen. drinks nehmen. tanzen. pause.
kopf aus.
liebe machen.
die nacht über england ist so verdammt dunkel. man sieht einzelne kleine lichter. keine stadt. der motor summt sein monotones lied. wir werden gleich landen. der pilot die landebahn zu spät sehen und die maschine wird hart aufsetzen. ich bin der einzige der für den captain klatscht.
der tag ist trüb. und doch voller farben. eindrücken. gerüchen. geschmäckern. zeitlos. bis in den abend.
liebe machen.
kopf an.

rebellion.

wir duellieren. was. wen. egal. wir duellieren das jetzt. gleich. und vorhin. gedanken werden verschoben. verglichen. und betrogen.
diesmal bleiben wir hier. herr bisaz.
der sturm peitscht. glas klirrt. regen knallt auf haut.
wir bleiben. standhaft. ohne regung.
dieses mal. herr bisaz. dieses mal ficken wir ihn. so richtig.
holz. stroh. kühe. ja sogar kühe. alles fliegt. schreit. weint.
diesmal. herr bisaz. dieses mal üben wir die rebellion.

bald.

kennst du das?
was?
das gefühl?
welches gefühl?
das gefühl von frühling. das gefühl von bald.
dann lauschen wir still und nachtschwer der aufgehenden sonne.

dieses mädchen.

süß. würde mann sagen. wirklich süß.
fordernd vorsichtig. oder. vorsichtig fordernd. ohne es zu wissen.
nach nähe suchend. ohne zu nah kommen zu wollen.
verspielt einen schritt nach vorn. und ängstlich zwei zurück. ohne es zu verstehen.
das alte ritual. von lippen. und händen. von mann und frau.
warme haut. in meinem bett. dieses mädchen.

freefight.

kämpfen im jetzt. leben im morgen. wissen was gestern ist. es nicht mögen. aber akzeptieren.
das sind wir.
ich lache in deinem schwitzkasten. räche mich an deinen füßen. kneifen. kitzeln. lachen.
es ist so einfach. an nichts zu denken. an nichts außer den moment.
wir sind frei. im handeln. im tun. im gerade.
und in der nacht bleibt nichts. freefight.

herbstwärme.

der himmel ist eine sanfte mischung aus rot. weiß. und blau.
das rot der sonne hinter dem horizont. das weiß des nebels über den wipfeln der wälder. und das blau der unendlichkeit.
ich kann meinen atem sehen. wie er mir bei jedem tiefen zug zurück ins gesicht schlägt. die kälte sichtbar macht.
rot verdrängt das weiß. zeiger bewegen sich in uhren. straßen beginnen zu leben. die stadt füllt sich mit wärme.
rot breitet sich in der unendlichkeit des blaus aus. um schließlich heller und heller zu werden. und dem blau die farbe des tages gibt.
es ist herbstwärme.