freiraum.

26. Dezember 2010

emotional gesehen der platz zwischen erwartung und
realität. ein blick. directors cut der vergangenheit. momente des
seins. und die antwort. ein versprechen. ein befehl.
freiraum.

zwang.

1. Dezember 2010

zwingen. gezwungen werden. gezwungenermaßen. saß ich fest. gefangen in betten. an monitore. schläuche. und nadeln. nächte der fragen. der einsamkeit. schlaflosigkeit.
ich wurde gezwungen von meinem körper. gezwungen die rechnung zu zahlen. manchmal ist es gut. manchmal notwendig. und manchmal muss es sein. manchmal nicht.
ich werde das leise piepen der infusion nicht so leicht vergessen. den grellen alarm der überwachung. die gedanken und gefühle. den zwang von ‘ok’ und ‘alles ist gut’.
ich wurde gezwungen. einmal. es geht mir gut.

unerhört.

26. Oktober 2010

“wer bist du?” frage ich dich schon fast flehend. allerdings ängstlich vor der antwort.
du erklärst mir deine welt. von liebe und so. davon du selbst zu sein. zwängen zu entgehen. einfach auf der anderen seite zu sein.
die andere seite. die an erwartungen rüttelt. in frage stellt. gut so.
erwartungen definieren die welt. irgendwie. machen dich zu dir. mich zu mir.

anhimmeln - to01

[image to01]

alte muster zu verlassen ist schwierig. erwartungen zu ignorieren auch schwierig. die seite wechseln. schwierig. auf dem schmalen grad des selbstverrats nicht abzustürzen. schwierig.
“ich kannst dich nicht enttäuschen, nur überraschen.” deine rechtfertigung. oder antwort. ich brauche tage um zu verstehen.
aber die frage bleibt. “wer bist du?”

nachtsicht.

26. Oktober 2010

“warum nicht” sage ich leichtfertig in den hörer. jegliche rationalität vergessend. dem zwang des nicht denken müssens erlegen.
also seit jahren besuche ich wieder eine dieser semesteranfangsparties. nichtsahnend welche veränderung ausserhalb meiner welt stattfand. irgendwie ganz anders als das was man sonst in seinen besten jahren erlebt.
die musik. wer hat diese karohemdtragenden girlies mit diesen fähigkeiten ausgestattet auch kaum vorhandenes älteres publikum grinsend nach hause gehen zu lassen. den zahn der zeit mit den klassikern ihrer grundschulzeit zu fühlen um kurzfristige daseinsberechtigung zu verteilen. man kriegt was einem versprochen wird. kontrastprogramm house flur. omg. war das grade das intro von daft punks around the world was soeben in quietschendem trance, obwohl das wohl noch zu gütig ist, transformiert wurde. die masse tobt.
wir toben. vor lachen.

milchmädchenrechnung.

21. Oktober 2010

deine aussage klingt mehr nach frage. und die antwort dazu hast du dir gleich mit aufgezwungen. ja. aufgezwungen. meine antwort dazu verpufft irgendwo im raum zwischen nase und kreisrundem haarausfall. unausgesprochen.

tell mum everything is ok - to01

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es gibt scheinbar dinge die einfach so sind. vorbestimmt. serviert auf dem silbertablett. sie einfach zu nehmen ist besser als sie zu bezahlen. milchmädchenrechnung.
konsequent inkonsequent.

bargespräche.

19. Oktober 2010

der eckplatz in einer bar ist doch wirklich deluxe. ja. der am fenster. totaler überblick über den laden und auch die strasse ist gut zu sehen. wichtig.
vor mir ein witziges trio aus dorfschönheit. nerd. und h&m fetisch boy.
sie. blond. blauäugig. mit der figur einer abgemagerten madonna. hat sie eindeutig den unschuldigen blick und will endlich horizonterweiterung erfahren. lebt in ihrer “titanic” phantasie der wahren liebe. liebes. das ist die stadt. das ist sünde. und irgendwie kaufe ich ihr die unschuldsnummer nicht ab. nicht diesen lippen.
der nerd. topfschnitt. kurzzeitig neide ich volles haar. typische körperstatur und ein herr der ringe shirt. was auch sonst. gollum ist sein star. und das muss er auch jede minute sagen. er sitzt ihr gegenüber und weiß einfach mal nichts mit dem weiblichen geschlecht anzufangen. der hobbit.
der h&m junge. dünner als sie. was an misshandlung denken lässt. man. und ich bin schon wenig. hat modelhaare. der baumwollshirtvausschnitt zeigt seinen bauchnabel. aber zum glück sehe ich ihn nur einmal von vorn. dazu aber hochgeklappter jackenkragen als er geht. er muss noch viel lernen. jedoch deutlich aufmerksamer als der nerd. er weiß warum er da ist.
rein optisch gehen h&m liebchen und dorfschönheit zusammen nach hause. doch sehe ich mehr chancen für den nerd. den er sagt wenigstens mal was.
und bäm.
der nerd macht den fehler des abends. fängt an leo schlecht zu machen. zu reduzieren. auf titanic und irgendso nen film den keiner kennt. und den vergleich hätte wohl gollum auch bei 2 milliarden anderen menschen verloren. er kann ja “departed” und “inception” nicht kennen. er hängt immernoch bei der 2345 wiederholung von “die drei türme”. und elbische verben sind nicht seine stärke.
das wars für dich junge. aber halb so wild. du hast eh nicht gewusst worum es geht.
nämlich.
es geht um das stete anbiedern von sologirls. das austauschen von köpersäften nach quote. qualität spielt da meistens keine rolle.
es ist die zeit von studienanfängern. die lullis. kann nicht glauben das wir so waren.

dein buch.

18. Oktober 2010

du schaust in deine vergangenheit. fragst dich nach dem warum. warum?
die vergangenheit erzählt dir ihre geschichte. deine geschichte. die dich zu dem gemacht hat wer du bist.
du hörst liebe und glück. erlebnisse und tragödien. du hörst makel und zweifel.
den ganzen scheiss.
und alles was du tust, ist darin zu kramen. schlüsse zu ziehen und veränderung zu schwören.
wozu?
es ist nicht möglich am rad der zeit zu drehen. oder es anzuhalten. ich habe es selbst versucht.
aus fehlern haben wir gelernt. und die makel formten unseren charakter. es war nichts sinnlos. oder falsch.
es ist jetzt. und gestern ist lange her. die vergangenheit ist dein buch. aber darin leben solltest du nicht.

der vorleser.

17. Oktober 2010

es war unsere erste gemeinsame nacht. die nicht zusammen begann und mit “und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute” endete.
es war schon lange hell als ich das buch zur seite legte. dir liebevoll kindlich einen kuss auf die stirn gab. und dir die bettdecke fürsorglich bis unter das kinn zog. ich löschte das licht und verlies das zimmer im schmalen schein der morgensonne.
ich erinnerte mich an meine kindheit. und suchte nach dem tag, an dem ich das letzte mal etwas vorlas. es scheint unendlich lang her zu sein.
ich fühle die wohlige wärme der worte. die sicherheit und liebe die sie mir gaben. bis ich schließlich eins mit der geschichte wurde und schlief.
als ich die wohungstür leise hinter mir zuzog wünschte ich mir, dass ich dir einen teil dessen geben konnte. genoss den gedanken der tat. und ging.

b+a=ba~c

14. Oktober 2010

es ist die addition. die welt ist addition. du und ich. addition.
du subtrahierst das böse. multiplizierst mit glück. und addierst dich.
nachdem ich mich negiert hatte um positiv zu werden.
ergab unsere summe die unendlichkeit.
unsere differenz null.
mathematisch korrekt.
was zu beweisen war. b+

wozu.

1. Oktober 2010

deine stimme klingt belebend als sie mir meine welt erklärt. die zeit biegt sich in unserer verbindung.
der abend ist warm. ich sitze in einer kleinen bar am ufer. elektronische musik nippt an dem bier in meiner hand. und nur leise dringt der bass in mein ohr welches allein dir gehört. in dieser nacht. jetzt.
meine stimme zittert bei dem versuch türen zu öffnen. ich habe schon lang aufgegeben nach ihren schlüsseln zu suchen. dem schlüssel.
ich lüge in dein ohr.
die sonne verschwindet hinter der flussbiegung. hinterlässt ihren roten streif auf dem wasser. eine laue brise verbreitet den duft der natur.
eisern liegt er in meiner hand. reibt sich am stoff der hosentasche. naiv schelmisch flüstere ich dir zu, dass ich diesen einen schlüssel nicht finden kann. du weist das. und schweigst.
es ist dunkel geworden. lauter. die kleine bar hat sich gefüllt. wir beenden unser gespräch. du entlässt mich in die realität. ich genieße ein letztes bier. stehe auf. und gehe.
ich weis jetzt wozu.