melancholie der einsamkeit

einsamkeit ist irgendwie melancholisch. aber warum ist das so. selbstversuch. bleibe tagelang allein. kein kontakt nach aussen. abgesehen vom trockenen hallo zur kassiererin im aldi. sprich und chatte kaum. du wirst es spüren. du willst raus. du musst. interaktion. kommunikation. warum ist das so. die frage stell ich mir glaub schon zwei jahre. sollte mein erstes grosses buch werden. länge. ein satz. fail. wahrscheinlich werde ich noch zwanzig dran hängen müssen. zudem ein grosser philosoph und denker werden.
und endlich selbst aus dem schlamassel rauskommen.

müde

lange nächte, kurze tage. dumm das die dann mit arbeit gefüllt werden. mein mund gleicht dem eines t-rex. aufgerissen bis zum mundwinkeleinriss. die augen sind verklebt. hab ich im honig geschlafen? und kopfweh ist die böse katze der nacht. scheisse, ich bin müde. jede minute ausserhalb eines bettes gleicht den stunden der letzten nacht. stupide geräusche der klimaanlage lassen einen fast durchdrehen. irgendwie wirds mann oder frau schon über den tag schaffen. brotzeit am abend. und dann wieder hinaus in die nacht. das übel des tages vergessen und den lüsten der dunkelheit hingeben. bars und drinks. mein schlafzimmer. einen tokio-ice-tea bitte.

aussitzen

junge. endlich. ausgesessen. nach abstinenz und frust sollte es doch gestern soweit sein. ich im geld. beim pokern. es gab wohl nicht wenige die es mir gegönnt haben. trotzdem verlief der abend mit höhen und tiefen. mit fehlentscheidungen und glückstreffern. und dann war es soweit. die gewinnzone erreicht. die erleichterung herausgeschrieen, musste ich dann doch die runde später vom tisch. egal. der heimweg war diesmal fast frei von selbstzweifeln und vorwürfen. schon gut gespielt. nur ein zwei mal versagten die nerven. der selbst auferlegte druck. war er zu hoch. nein. die jeans hats geschaft. aussitzen ist es. danke.

die mauer

heute vor 20 jahren. ich konnte schon denken. aber so eine erinnerung die sich jeder aus dem hirn holt, hab ich nicht. wahrscheinlich liebte ich mein jungpionierhemd und war einfach nur entäuscht das es das rote halstuch nicht mehr in meinen besitz schafft. damn. fortan begann die zeit der bananen, coca cola und d-mark. die wurde allesamt aber auch schon wieder verdrängt und abgelöst von litschie, club mate und euro. den vergleich ob es sich mit mauer besser für mich gewesen wäre beantworte ich mal mit: k.A. Eins nur, meine Familie wäre wohl nicht die die sie jetzt ist. aber mama und papa hätten uns trotzdem lieb gehabt. jobs hätte es auch gegeben, genau wie die staatsverschuldung. in die tschechei wären wir auch jetzt im winter und an die ostsee im sommer gefahren. studiert haben wir auch im osten. naja. also alles halb so wild. es ist schön das es so ist wie es ist, aber ganz ehrlich, ich würd gern mal nen tag jetzt in der zone verbringen. nur mal so. „hallo genosse – grüß gott.“ wenn ich da nicht gleich nach bautzen muss.
wir sind das volk!

die bar-bulen

samstag nacht, jede x-beliebige stadt. clubs und bars in den tanzbare musik gespielt wird. nehmen wir an eine mischung aus r&b – hip&hop – reggae. zwei frauen (meist weiss) bulen um die gunst eines mannes (meist schwarz) bzw seines geschlechtsteils. unverfroren reiben sie schamlos ihre körper aneinander, schieben ihre vulva richtung gegenüber. betatschen sich. sie versuchen mit allen mitteln ihre sexuelle bereitschaft, nein, ihre begierde zu zeigen. toll. nur der begünstigte ist einer schweren prüfung unterzogen. welche der beiden? die frage die er sich wohl permanent stellen wird um am ende der tanzveranstaltung beide zu seinen gespielinnen zu machen. so läufts. eine wahre freude dies kichernd aus der ecke zu beobachten. sag ich nur: rock on oder doch besser rock off.

hypochonder

sitz mal nen tag mit ner gruppe hypochonder im raum. danke schweinegrippe. am liebsten jedem persönlich mit speichel einreiben und zwar überall. zack. problem gelöst. wenn man krampfhaft versucht ärzte zu finden, die einem ne spritze reinjagen (in den arsch) frag ich mich ob die in good old ostdeutschland aufgewachsen sind oder inner isolierstation in area51. was ist so schlimm. irgendwann erwischt es uns alle. und spätestens wenn der besoffene autofahrer uns auf krücken erwischt, wir mit 80 jahren, ner magensonde und permanent bettpfanne in nem runtergekommenen „altenpflegeheim“ auf die begegnung mit seiner heiligkeit warten, wissen wir das die impfe damals völlig umsonst war.
tamiflu rules.