warten

mit neun monaten wartet man das man raus kommt. mit anderthalb jahren drauf, dass man laufen kann. mit vier wartet man auf die schule, die man mit sieben durchaus schon hassen kann. mit fünf wartet man auf den ersten kuss. mit vierzehn auf den ersten sex (oder der ist schon passiert). mit sechzehn wartet man auf das ende der pubertät. mit achtzehn auf den führerschein. zwischendurch auf das ende der schule. manch einer wartet nun aufs studieren. endlich raus daheim. mitunter warten einige schon länger auf die große liebe. mit fünfundzwanzig will man arbeiten. mit dreißig bitteschön reich sein. mit mitte dreißig beginnt das lange warten auf die rente. empfindlich verbessert (hoffentlich nicht verschlechtert) durch frau und kinder. die lieben kleinen. mit fünfzig wartet man drauf das die kleinen langsam groß werden. mit fünfundsechzig ist sie da. die rente. jetzt wartet man auf die zeitung und den nächsten tag.
und ich warte grad, dass es warm wird.

die mauer

heute vor 20 jahren. ich konnte schon denken. aber so eine erinnerung die sich jeder aus dem hirn holt, hab ich nicht. wahrscheinlich liebte ich mein jungpionierhemd und war einfach nur entäuscht das es das rote halstuch nicht mehr in meinen besitz schafft. damn. fortan begann die zeit der bananen, coca cola und d-mark. die wurde allesamt aber auch schon wieder verdrängt und abgelöst von litschie, club mate und euro. den vergleich ob es sich mit mauer besser für mich gewesen wäre beantworte ich mal mit: k.A. Eins nur, meine Familie wäre wohl nicht die die sie jetzt ist. aber mama und papa hätten uns trotzdem lieb gehabt. jobs hätte es auch gegeben, genau wie die staatsverschuldung. in die tschechei wären wir auch jetzt im winter und an die ostsee im sommer gefahren. studiert haben wir auch im osten. naja. also alles halb so wild. es ist schön das es so ist wie es ist, aber ganz ehrlich, ich würd gern mal nen tag jetzt in der zone verbringen. nur mal so. „hallo genosse – grüß gott.“ wenn ich da nicht gleich nach bautzen muss.
wir sind das volk!

die bar-bulen

samstag nacht, jede x-beliebige stadt. clubs und bars in den tanzbare musik gespielt wird. nehmen wir an eine mischung aus r&b – hip&hop – reggae. zwei frauen (meist weiss) bulen um die gunst eines mannes (meist schwarz) bzw seines geschlechtsteils. unverfroren reiben sie schamlos ihre körper aneinander, schieben ihre vulva richtung gegenüber. betatschen sich. sie versuchen mit allen mitteln ihre sexuelle bereitschaft, nein, ihre begierde zu zeigen. toll. nur der begünstigte ist einer schweren prüfung unterzogen. welche der beiden? die frage die er sich wohl permanent stellen wird um am ende der tanzveranstaltung beide zu seinen gespielinnen zu machen. so läufts. eine wahre freude dies kichernd aus der ecke zu beobachten. sag ich nur: rock on oder doch besser rock off.

samstags

im  bett bis zum mittag. geschmeidig in den tag starten. die sorgen der woche hinter sich zu lassen um jede minute voll auszukosten. sich in den wärmenden schoß der badewanne zu begeben. am fenster den gesängen der heimischen fussbalfans zu lauschen. das bedeutet samstag. noch zwei tage bis montag. wtf. einfach nicht dran denken. es ist ja noch sonntag. zeit für soziale interaktion und drinks. zeit der frotage in der bar deiner wahl. mmmh. taste it.

hypochonder

sitz mal nen tag mit ner gruppe hypochonder im raum. danke schweinegrippe. am liebsten jedem persönlich mit speichel einreiben und zwar überall. zack. problem gelöst. wenn man krampfhaft versucht ärzte zu finden, die einem ne spritze reinjagen (in den arsch) frag ich mich ob die in good old ostdeutschland aufgewachsen sind oder inner isolierstation in area51. was ist so schlimm. irgendwann erwischt es uns alle. und spätestens wenn der besoffene autofahrer uns auf krücken erwischt, wir mit 80 jahren, ner magensonde und permanent bettpfanne in nem runtergekommenen „altenpflegeheim“ auf die begegnung mit seiner heiligkeit warten, wissen wir das die impfe damals völlig umsonst war.
tamiflu rules.

scheisse kalt.

man. als wenns nicht reicht das die tage wieder verdammt kurz und die nächte lang sind. nein. es ist auch noch scheisse kalt. gesteigert von vertikalem regen. dieser wird wiederum von einer sozialen kälte befeuert die nur mit spass und hugging bekriegt werden kann. man. es wird weihnachten. habt euch lieb. gönnt euch was. besonders den anderen. fail. kriegen die wenigsten auf die reihe. allenthalben angelt man sich nun nen kohlenmann und macht es sich im warmen nest gemütlich. so läufts. scheisse ist mir kalt.